Hier geht es heute um Steganographie. Genauer, um das Verstecken von geheimen (Text-) Dateien in Bildern. Den Bildern kann man nicht ansehen, dass sie verändert wurden. Statistische Analysen der Bilder haben keinen Erfolgt, wenn man gutes Grundlagenmaterial voraussetzt. Das OpenSource-Programm, das hierzu benutzt wird, lautet Steghide. Auf der Seite kann man sich das Programm für Windows herunterladen, unter Ubuntu ist es direkt in den Sources vorhanden.
Zuersteinmal benutzt Steghide Rijndael-128 als Verschlüsselungsalgorithmus. Dies ist von der Bitzahl her die schwächste AES-Variante. Aber das Programm bietet zum Glück noch diverse andere Algorithmen:
steghide –encinfo
Hier werden alle möglichen Algorithmen und Modi aufgelistet. Ich persönlich nutze Rijndael-256 mit dem Output Feedback Mode (ofb). Wie kann man nun aber eine Datei verstecken? Dazu brauchen wir erstmal ein Bild, möglichst ein Foto mit hoher Farbtiefe. Ich hab hier ein Wikipedia-Bild von Michael Jackson benutzt.
steghide embed -cf Michael_Jackson_1984.jpg -ef secret.txt -sf output.jpg -e rijndael-256 ofb
Das Bild Michael_Jackson_1984.jpg wird benutzt, um die geheime Datei secret.txt zu verstecken. Die Ausgabe-Datei ist output.jpg. Wird diese Option weggelassen, so wird das Eingabe-Bild direkt verändert. Das -e gibt an, dass ein anderer als der Standard-Algorithmus verwendet werden soll.
Nun kann man sich sein Werk noch anschauen.
steghide info output.jpg
Es werden erst allgemeine Infos ausgegeben. Nach der Passwortabfrage (die übrigens auch bei einfachen Bildern angezeigt wird) werden die geheimen Infos angezeigt.
Nun muss die geheime Datei vom Empfänger nur noch aus dem Bild geholt werden:
steghide extract -sf output.txt
Zum Schluss noch ein kleiner Vergleich von zwei Bildern:














