Hab KeePass neu entdeckt. Es ist eine Datenbank für sämtliche Logindaten. Mit einem globalen Hotkey können die passenden Logindaten automatisch in das gewünschte Formular eingegeben werden. Also kein dummes in-der-Datenbank-gesuche-bis-das-richtige-Passwort-gefunden-ist mehr. Einfach nur Webseite laden oder Programm starten, Hotkey (Strg+Alt+A) drücken und KeePass gibt die korrekten Daten ein.
Wer hat nicht das Problem: Man meldet sich bei diversen Onlinediensten an und hat für jeden seine Zugangsdaten. Entweder diese Daten sind jetzt immer die selben, was sicherheitstechnisch nicht besonders drall ist oder es sind immer andere, was die Gehirnkapazität schnell überschreitet. Aber egal, welche der beiden Möglichkeiten benutzt wird, die verwendeten Passwörter entsprechen bestimmt keinem Sicherheitsstandard. Wer merkt sich schon 20 Passwörter mit 15 Zeichen und mehr? Für Interessierte, hier eine kleine Bettlektüre zur Sicherheit von Passwörtern.
KeePass kann nun, wie schon geschrieben, alle anfallenden Zugangsdaten verwalten. Natürlich ist die Datenbank, in der die Daten gespeichert sind, verschlüsselt
Man gibt also sein Masterpassword ein und kann danach auf alle Zugangsdaten zugreifen. Aber nur speichern wär ja langweilig. Durch einen globalen Hotkey können die korrekten Logindaten automatisch via AutoType in das gewünschte Formular jedes Programms/Webseite eingegeben werden. Aber fangen wir mal am Anfang an:
Zuerst muss KeePass natürlich runtergeladen werden. Ich hab hier auf die portable Version zurückgegriffen, da ich diese einfach auf meinen USB-Stick kopieren kann. Gleichzeitig am Besten noch das Plugin DB Backup und das evtl gewünschte Sprachpaket mit runterladen. Nun die KeePass-1.*.zip entpacken und aus dem Backup-Plugin die DB_Backup.dll und die passende Sprachdatei in den KeePass-Ordner schieben. Die KeePass-Sprachdatei kommt auch noch mit rein.
Soo, dann starten wir das Programm mal. Unter “View – Change Language" erstmal die Sprache ändern. Und dann unter “Extras – Plugins" mit der rechten Maustaste auf das Plugin klicken und aktivieren. Danach wird mit “Datei – Neu" eine neue Datenbank erstellt. Dazu muss jetzt ein möglichst sicheres Masterpasswort eingegeben werden, was auf keinen Fall vergessen werden darf. Da es meist lange dauert, das Passwort einzutippen, hab ich noch folgende Einstellung gemacht: “Extras – Einstellungen – Sicherheit – Arbeitsfläche sperren wenn das Hauptfenster minimiert wird" auf aus und das darunter auf an. So kann man das Programm auch mal minimieren, ohne immer sich immer wieder neu anmelden zu müssen. Man kann es auch übertreiben
Jetzt ist hier also eine schöne Oberfläche mit ein paar Gruppen zu sehen. Gruppen und Untergruppen können nach belieben erstellt, editiert und gelöscht werden (Rechtsklick). Jetzt kommen wir aber mal zum Erstellen eines Eintrags. Dafür einfach die passende Gruppe/Untergruppe markieren und Strg+Y drücken.
Hier jetzt einfach in die ersten Felder ausfüllen. Mit einem bestimmten Text in dem Kommentarfeld wird dem Programm jetzt gesagt, wie es mit den Daten umgehen soll. Eine genaue Beschreibung bietet hier die Hilfe unter dem Titel “AutoType". Es kann zB bestimmt werden, was KeePass tun soll, wenn AutoType ausgelöst wird (etwa Eingabe Username, Tab drücken, Eingabe Passwort, Enter drücken). Desweiteren kann noch bestimmt werden, bei welchen Fenstertiteln diese Aktion ausgeführt werden soll. Gibt es mehrere Zugangsdaten, die auf der selben Seite oder auf verschiedenen Seiten mit gleichem Titel ausgeführt werden, so fragt KeePass nach, welche Daten es einfügen soll. Darum so gut wie möglich den Wert für Auto-Type-Window beschreiben (s. Hilfe).
Ok, du bist jetzt auf der Seite oder in dem Programm in dem du dich einloggen möchtest. Klicke einmal in das erste Feld des Formulars und drücke dann Strg+Alt+A (änderbar). KeePass fügt dann automatisch die korrekten Logindaten ein (sofern KeePass gestartet ist und es korrekte Informationen hat).
Wichtig ist noch das regelmäßige Backup unter “Extras – DB Backup Plugin". Hier erst das Ziel setzen und dann regelmäßig ausfühen. Was noch ganz sinnvoll ist, ist die Exportfunktion. Ist man etwas unsicher, ob man einer Datenbank alles anvertraut, die sich eventuell nicht mehr lesen lässt, so lassen sich alle Daten exportieren. Einfach unter “Datei – Exportieren nach…". Ich hab die exportierte Datei mit einem anderen Programm verschlüsselt aufm Rechner liegen, so dass ich jederzeit noch ein lesbares Backup hab.














